Frühgeschichte


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Die Alemannen

Die Alemannen oder Alamannen waren ein westgermanischer Stammesverband. Sie bildeten sich wahrscheinlich
im 3. Jahrhundert nach Christus aus verschiedenen Gruppen elbgermanischer und suebischer Stämmen sowie Heerhaufen im Gebiet
zwischen Rhein, Main und Lech. Die Deutung des römischen Historikers Asinius Quadratus als "die Männer allgemein"
würde dies unterstützen. Er verweist auf die Entstehung des Volkes durch die Vermischung von Männern mit ihren jeweiligen
Sippen aus verschiedenen Stämmen.
Im Rahmen der kriegerischen Auseinadersetzungen mit dem Römischen Reich,die, unterbrochen von Zeiten der Bündnisse,
von 268 n.Chr. bis nach 378 n.Chr., breiteten sie sich bis über die Rheingrenze aus.
Die Alemannen gliederten sich in die Bucinobantes, Brisigavi, Lentienses, Raetovarii und Juthungen. Bis zum 5. Jh. n.Chr.
wurde auch noch zwischen den Alemannen und Sueben unterschieden. Der alte Name Sueben wurde später in
Abwandlungen weiter verwendet. Er tauchte später wieder auf, als das Siedlungsgebiet der Alemannen, das bis dahin Alamannia
genannt wurde, im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zum Herzogtum Schwaben wurde.

Im 5. Jh. n.Chr. verehrten die Alemannen immer noch altgermanische Gottheiten, vor allem den Ziu. Nach Eroberung
durch die Franken setzte die Missionierung ein, besonders durch den irischen Mönch Kolumban und seiner Gefolgsleute.
Sie gründeten das Kloster St.Gallen im Jahr 614, sowie St. Trudpert und Reichenau im Jahr 724.
Die kirchlichen Verhältnisse wurden zum ersten Mal in der Lex Alamannorum, einer frühen Kodifikation des alamannischen Rechts
im 7. Jahrhundert festgelegt.

Die Besiedlungszeit auf und um die Gemarkung Willmandingens sowie der gesamten heutigen Gemeinde Sonnenbühl begann
nicht erst mit der Ansiedlung der Alemannen im 3.Jahrhundert n.Chr. sondern reicht weiter zurück in die Vergangenheit.


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