Die Bolbergschanze im Bild


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Die mit den Franzosen verbündeten Bayern nahmen zu Beginn Ulm ein und zogen von dort aus über die Schwäbische Alb,
wobei sie die Orte plünderten und niederbrannten. Während die Bayern mit den Franzosen verbündet waren, stand das
Herzogtum Württemberg auf der Seite des Kaisers. Der Kurfürst von Bayern vereinigte sich bei Tuttlingen mit den
französischen Truppen Villars. Sie plünderten von dort aus die Orte in Oberschwaben bis hin zum Bodensee.
Um zu verhindern, das die Raubzüge auch in den Städten im Tal erfolgte, sollte eine befestigte Linie über den Albtrauf
gezogen werden, die sich von Geislingen/Steige bis Spaichingen und in den Schwarzwald hinein erstrecken sollte. Die
Befestigungslinie wurde jedoch nur teilweise umgesetzt und es entstanden 20 Schanzen beginnend bei Melchingen bis
nach Holzelfingen, die die Albabstiege sichern sollten.Die Bolberg-Schanze ist eine davon und gehört zu den längeren
Schanzen.
Die Schanzen wurden 1704 fertiggestellt, jedoch nicht mehr benötigt, da nach der Schlacht bei Höchstädt bei dem
Örtchen Blindheim am 13.August 1704, in der Marlborough die vereinigten Heere vernichtend schlug und ungefähr 12000
Menschen ihr Leben verloren, der Krieg auf der Schwäbischen Alb zu Ende war.

Die Schanzanlage ist nach wie vor vorhanden und kann erkundet werden. Sie erstreckt sich am Gewand Schanze am
Waldrand entlang. Durch einen Mausklick auf eines der Bilder öffnet sich ein Fenter mit einem größeren Bild.

Fernblick auf das 'Gewand Schanze' Blick von oberalb des Steinbruchs auf den Waldrand des Gewand Schanze. Unmittelbar hinter dem Waldrand befindet sich die Schanzanlage.
Fernblick auf das 'Gewand Schanze' Blick auf den Waldrand aus einer Entfernung von ca. 35 Metern. Hinter dem Waldrand ist ein Waldrand ist ein Teil der stark überwachsene Schanzanlage zu sehen.
Fernblick auf das 'Gewand Schanze' Auf dem Schanzwall mit Teil des Grabens vor der Schanze,hinter dem Waldrand. Die Schanzanlage ist gewinkelt angelegt, so dass sich eine 'gezackte' Linie entsteht. Jeder Knick hat einen Winkel von ca. 25º - bis 45º. Es entsteht dadurch eine verlängerte Verteidigungslinie, die den Soldaten die Möglichkeit gibt, Bereiche vor der Wallanlage überlappend abzudecken. Um hinter den Wall zu gelangen mussten eventuelle Angreifer zuvor den Graben überwinden, was sicher nicht unbedingt einfach war.
Fernblick auf das 'Gewand Schanze' Auf dem Wall. In er Bildmitte ist undeutlich ein kleiner Quergraben zu sehen. Er diente als Schießscharte für Kanonen. In ihm waren die Fundamente der Kanonenlafetten eingelassen. Die Schießscharte ist wie alles Andere stark zugewachsen.
Rechtseitig des Walls befindet sich der Wald, links ist wieder ein teil des Schanzgrabens zu sehen.
Fernblick auf das 'Gewand Schanze' Aufnahme einer Schießscharte aus der Nähe. Die Schießscharte ist gegenüber dem Wall um ungefähr 100 cm vertieft.
Fernblick auf das 'Gewand Schanze' Der Graben unmittelbar vor dem Wall. Zu erkennen ist, dass sich vor dem Graben noch ein niedrigerer Wall befindet. Der Graben erstreckt sich vom rechten unteren Bildrand diagonal nach schräg links oben zum rechten Bildrand.
Fernblick auf das 'Gewand Schanze' Blick auf das frei Gelände unmittelbar vor dem Wall Richtung Melchinger Windkraftanlagen. Am linken Bildrand ist noch ein Teil der Bohnerzgruben zu sehen. Dahinter befindete sich der Steinbruch. Im Hintergrund ist andeutungsweise der Willmandinger Skilifthang und die Windkraftanlagen zu erkennen. Dazwischen befindet sich Willmandingen. Der Ort ist nicht zu sehen, da er sich in einem Taleinschnitt befindet.

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