INTERFACES UND  ZUBEHÖR FÜR SINCLAIR COMPUTER

ZX 81 Zubehör
Aussatz-Tastatur
Hersteller:  unbekannt
Erscheinungsjahr:  ca.1982

Die Tastatur wurde auf die Folientastatur aufgeklebt. Die Tasten sind aus Gummi, ähnlich wie die des ZX Spectrum. Auf der Rückseite befinden sich Noppen, die beim Drücken die Folientastatur betätigen. Sie ist nicht wirklich gut zu bedienen, jedoch bedeutend besser als die Folientastatur.
Selfmade-Ersatz-Tastatur
Hersteller:  Joachim Geupel
Erscheinungsjahr:  2017

Für den ZX81 benötigte ich irgendwann schnell eine kostengünstige Tastatur. Da das Tastaturschema und das Layout bekannt waren, habe ich mir aus vorhandenen Tasten selbst eine gebaut. Die Ausführung ist frei verdrahtet, die Folientastatur-Verbinder auf der ZX81-Platine wurden durch Sockelleisten ersetzt. Die Beschriftung ist mit Paint entworfen und auf einem Farb-Laserdrucker ausgedruckt. Zum Schutz gegen Abrieb wurden die Aufkleber vor dem Aufbringen mit Folie bezogen. Die Tastatur lässt sich sehr gut bedienen.
Speichererweiterung 16kB Original Sinclair
Hersteller:   Sinclair Research Ltd.
Erscheinungsjahr:  1981

Sinclair Research Ltd. brachte nur zwei offizielle Peripheriegeräte für den ZX81 heraus. Eines davon ist das 16kB RAMPACK, das andere ist der ZX Printer. Beide wurden 1981 auf den Markt gebracht. Der Einführungspreis für beide Geräte betrug in England 49.95£, reduzierte sich später auf 29,95£. In Deutschland kostete der RAMPACK im Dezember 1981 249 DM, der ZX Printer kostete 298 DM.
Der RAMPACK wurden, wie alle anderen Erweiterungen auch, auf den Edge Connector an der Rückseite des ZX81 eingesteckt. Die Speichererweiterung hatte einem bemerkenswerten Mangel - er war kopflastig und wurde nur durch den 44-poligen Slotstecker am ZX81 gehalten. Diese Verbindung war nur mit neuem Stotstecker stabil und hatte irgendwann die Angewohnheit, in kritischen Momenten vom Edge Connector zu rutschen und den ZX81 zum Absturz zu bringen. Viele Benutzer gingen daher dazu über, ihn mit doppelseitiges Klebeband oder Klettband zu befestigen, um unliebsame Abstürze zu verhindern.
Speichererweiterung 16kB
Hersteller:   audio computers
Erscheinungsjahr:  ca. 1982

Infos über das SPECIAL RAMPACK von audio computers sind nur schwer zu finden. Es gibt einige Anleitungen, die letztendlich aber auf dieselbe Quelle zurück zu verfolgen sind. Das Rampack wird auf den Edge-Connector des ZX81 gesteckt und erweitert den Speicher des ZX81 auf 16kB. Intern sind acht RAMs vom Typ 4116 plus ein paar TTL-Logik-Bausteine zum Dekodieren verbaut. Es funktioniert - was will man mehr.
Speichererweiterung 32kB
Hersteller:   Memotech
Erscheinungsjahr:  1982

Das MEMOPACK 32KB ist eine solide aufgebaute Speichererweiterung. Die Speichererweiterungen gab es in Abstufungen 16kB, 32kB und 64kB. Das Gehäuse besteht aus schwarz eloxiertem Aluminium und ist sehr stabil. Das RAM-Pack wird auf den Edge-Connector des ZX81 aufgesteckt und erweitert den Speicher auf 16, 32 bzw. 56kB. (Dadurch, dass die ersten 8kB vom ROM belegt werden, erreicht die 64kB-Erweiterung keine kompletten 64kB. Da der Z80 nur 64 kB linear adressieren kann, werden 8kB Speicher nicht genutzt.)
Diese Speichererweiterung hat einen Fehler. Es werden beim Einschlten nur die ersten 16 kB erkannt. Durch Eingabe eines Poke-Befehls werden die zweiten 16kB hinzu geschaltet.

ZX Spectrum Zubehör





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Sinclair Interface 1
Hersteller:   Sinclair Research Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  79.95£
Das Interface 1 erweitert den ZX Spectrum um drei zusätzliche Schnittstellen. Primär stellt das Interface 1 mit dem Anschluss für das Microdrive einen schnellen Massenspeicher dar, der ca. 100kB groß ist. Außerdem verfügt das Interface 1 über eine serielle Schnittstelle, einer etwas abweichenden RS232, die dem Spectrum den Kontakt mit der Außenwelt ermöglicht. Die beiden 3mm-Klinkenbuchsen sind der Anschluss zum ZX-Netzwerk. Über diese Buchsen können bis zu 64 Spectrum mit IF1 oder Sinclair QL verbunden werden. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist erstaunliche 100 KBaud groß.
Im Interface 1 befindet sich ein 8kB großes ROM, das sowohl das MDOS als auch die Schnittstellenroutinen enthält. Werden die zusätzlichen Befehle eingegeben, prüft der Spectrum erst, ob die Eingabe im normalen Basic gültig ist. Tritt ein Fehler auf, wird in der Firmware des Interface 1 nachgesehen. Ist der Befehl enthalten, wird er ausgeführt, andernfalls wird eine Fehlermeldung ausgegeben.

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Sinclair Microdrive
Hersteller:   Sinclair Research Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  einzeln ca. 50£, mit Interface 1 ca. 100£
Das ZX Microdrive ist ein Bandgerät zur magnetischen Speicherung von Daten. Es erschein Juli 1983 zusammen mit dem Interface 1 für den ZX Spectrum. Es sollte die kostengünstigere Alternative zu Diskettenlaufwerken sein, hatte aber einige elementare Schwächen.
Der Microdrive speicherte die Daten auf ca. 44mm 35mm 8mm große Datenkassetten, die in das Microdrive gesteckt wurden. Gespeichert werden die Daten auf ein zu einer Endlosschleife verbundenem Magnetband und war etwa halb so breit wie das Band einer Kompaktkassetten. Im Laufwerk dient ein Stereo-Tonkopf zum Lesen und Schreiben der Daten. Ein vollständiger Durchlauf des Bandes dauert 7,5 Sekunden.
Jeder Datenträger hat eine Speicherkapazität von 100 KB bei einer Transferrate von 16 KB
pro Sekunde. Aufgrund des Laufgeräusches und der Konstruktionsweise wurde dieses Band gerne als »rasender Schnürsenkel« bezeichnet. Die Miniaturkassette führte Aufgrund der sehr kompakten Bauweise zu schnellem Verschleiß, wodurch die Kassette relativ schnell unbrauchbar wurde. Blieb das Band hängen, war ein knurrendes Geräusch zu hören, gefolgt von einer Fehlermeldung. Es war annähernd unmöglich, das Band zu retten, da alles sehr klein ausgeführt war.
Das ZX Microdrive benötigte zum Anschluss an den ZX Spectrum das ZX Interface 1. Es wurde im Bundle zusammen mit dem Interface 1 verkauft und kostete ca. 200DM.
Bis zu acht Microdrives konnten über einen in der Zwischenzeit extrem seltenen Verbindungsstecker aneinander gesteckt werden und wurden entsprechend ihrer Position durchnummeriert.
Das Microdrive wurde als Weiterentwicklung auch im Sinclair QL eingesetzt und erreichte dort eine Speicherkapazität von 170kB.
Aufgrund des hohen Verschleiß der Kassetten war dem Microdrive kein besonders großer Erfolg beschieden
und es verschwand relativ schnell wieder vom Markt, zumal kurz darauf die 5¼- und 3 ½-Zoll-Diskettenlaufwerke auf den Markt kamen und sich durch eine wesentlich höhere Zuverlässigkeit auszeichneten.
Alphacom 32 Thermodrucker
Hersteller:    Dean Electronics Ltd
Erscheinungsjahr:  1982
Preis:  zwischen 55£ und 100£

Der Alphacom 32 ist ein Thermodrucker von Dean Electronics Ltd aus England. Er ist kompatibel zum ZX-Printer, druck aber statt auf metallisiertes Papier auf Thermopapier. Er kann sowohl am ZX81 als auch am ZX Spectrum 48 angeschlossen werden.
Die Stromaufnahme ist enorm groß, sodass er ein kräftiges Netzteil benötigt. Die Druckqualität ist ausreichend, er eignet sich dazu, Listings und Grafiken auszudrucken. Bewerbungsunterlagen sollte man damit aber nicht erstellen.
Der Alphacom 32 funktioniert auch am ZX Spectrum Next.

Sweet Talker Audio Demo
Cheetah Sweet Talker
Hersteller:   Cheetah Marketing Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  34.95£, später 24.95£

Make your Spectrum talk! Im Sound der 80er, als Roboter noch wie Roboter klangen, verlieh der Sweet Talker dem ZX Spectrum eine Stimme. Die Sprachsynthese basiert auf einem SP0256-Chip von Archer mit nachfolgendem Verstärker und Lautsprecher, sodass sich der Spectrum recht lautstark zu Wort melden kann. Das Modul wird auf den Edge-Connector aufgesteckt. Über eine Liste von einzelnen Silben und Lauten, den Allophonen, die als DATA-Anweisungen ausgegeben werden, werden die Worte und Sätze erzeugt. Das Paket enthielt ein Demoprogramm, das den User begrüßt und kurze Anweisungen erteilt.



Kempston Centronics Interface S
Hersteller:    Kempston Micro Electronics Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  39.99£

Das Kempston Centronics Interface S dient eigentlich dazu, dem ZX Spectrum 48 eine Centronics-kompatible Druckerschnittstelle zu verpassen. Tatsächlich ist das Interface aber ein I/O-Port mit einem 8255-PIO. Wer also ein I/O-Port haben will, ohne es selbst zu bauen, ist mit diesem Interface bestens bedient.
Zum Interface gab es eine Treibersoftware in zwei Ausführungen: eine Version für 16kB und eine für 48kB. Die Software musste zuvor eingeladen werden, bevor überhaupt ans Ausdrucken gedacht werden konnte. Die Bedienung ist einigermaßen kompliziert. Für TasWord müssen z.B. erst einmal umfangreich Daten gepoket werden, um eine korrekte Ansteuerung des Druckers zu erhalten.
Die bessere Wahl als Centronics-Schnittstelle ist mit Sicherheit das Kempston E Interface, dass die Software on board hat und somit keinen Speicherplatz mehr im Spectrum belegt.

Kempston Centronics Interface E
Hersteller:    Kempston Micro Electronics Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  55.99£

Das Kempston Centronics Interface E ist eine Centronics-Schnittstelle für den ZX-Spectrum 48. Im Gegensatz zu Kempston S benötigt es keine extra einzuladende Software. Diese ist auf einem EPROM abgelegt und wird über über einen Trick aufgerufen. Wenn eigentlichen Druck-Komando ein »COPY: REM (Befehl)« vorangestellt wird, wird das EPROM eingeblendet und der Befehl wird ausgeführt. Das Kempston E unterstützt die Standard-Druck-Kommandos entsprechend dem Handshake der Centronics-Schnittstelle.



Cheetah externe Speichererweiterung von 16kB auf 48kB
Hersteller:   Cheetah Marketing Ltd
Erscheinungsjahr:  unbekannt, wahrscheinlich 1982
Preis:  unbekannt

Der ZX Spectrum wurde in der ersten Version mit 16kB RAM ausgeliefert. In der Version Issue One von 1982 war keine Erweiterung auf 48 kB vorgesehen. Daher hatte die Platine des Spectrum auch keine dafür vorgesehenen IC-Steckplätze. Die zweite Version, Issue Two, hatte diese zwar, sie waren aber in der 16kB-Version nicht bestückt.
Hier sprang Cheetah in die Bresche und entwickelte eine Erweiterung, die auf den Edge-Connector aufgesteckt wurde. Wie damals üblich, wurde der Aufdruck der ICs entfernt, um zu verhindern, dass die Speichererweiterung nachgebaut wird.
Joystick-Interface
Hersteller:    Unbekannt
Erscheinungsjahr:  unbekannt
Preis:  unbekannt

Das Joystick-Interface ist ein unauffälliges Teil, das auf den Edge-Connector aufgesteckt wird. Es ist Kempston-kompatibel und hat keinerlei Hinweise, die auf den Hersteller hinweisen. Auf der Platine ist »ZX82«, zu finden. Der ZX Spectrum in der ersten Version, Issue 1, hatte den Arbeitstitel »ZX-82«, daher ist anzunehmen, dass dieses Interface eines der Ersten war, die für den ZX Spectrum auf den Markt gekommen ist. Das Interface funktioniert.



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Disciple Disketten-Interface
Hersteller:    Rockford Products
Erscheinungsjahr:  1987
Preis:  89.95£, später 84.75£

An das DISCiPLE-Floppy-Interface können zwei Diskettenlaufwerke angeschlossen werden. Das DISCiPLE ist kompatibel mit jedem Standard-Laufwerk, einseitig und zweiseitig, single- und double density. Mit einer Snapshot-Taste kann der gesamte Speicherinhalt des Spectrum auf Diskette gespeichert werden. Es hat eine Centronics-kompatible Druckerschnittstelle, Dual Joystick Ports (Sinclair&Kempston) und verfügt über eine ZX Spectrum-kompatible Netzwerkfunktion, sodass das DISCiPLE als Dateiserver für bis zu 64 weitere Spectrums dienen kann. Das DISCiPlE läuft mit dem GDOS-Betriebssystem. Zum Interface wurde die Treibersoftware auf Kassette mitgeliefert.

PlusDlite Disketten-Interface
Hersteller:    ByteDlite
Erscheinungsjahr:  2019
Preis:  101.38

Der PlusDlite basiert auf der MGT PlusD-Floppydisk-Schnittstelle. Der PlusD und das Disciple-Floppydisk-Interface waren die beste verfügbaren Floppydisc-Interfaces. Die Interfaces hatten eine einfach zu verwendende BASIC-Syntax, waren schnell und zu den handelsüblichen Floppydisklaufwerken kompatibel. Mit den erhältlichen DS DD-Drives konnten bis zu 80 Spuren mit einer maximalen Kapazität von 800 KB formatiert werden.
Das PlusD eine integrierte Snapshot-Funktion und besaß ein stabiles Metallgehäuse.
Das von ByteDlite verkaufte Interface ist zu dem PlusD voll kompatibel. Im Gegensatz zum PlusD hat das PlusDlite keine Centronics-Schnittstelle, dafür aber einen Kempston-kompatiblen Joystick-Anschluss.
An das PlusDlite können zwei Shugart-kompatible Floppydrives angeschlossen werden, entweder 3.5-Zoll oder 5.25-Zoll, 40 oder 80 Spuren, einfache oder doppelte Dichte, ein- oder doppelseitig.
Das PlusDlite kann zur Zeit noch bei ByteDlite von Ben Versteeg in dessen Webshop erworben werden.



GoTek Floppy-Disk-Emulator
Hersteller:   GoTek
Erscheinungsjahr:  ca. 2099
Preis:  ca. 50

Das GoTek-Drive kommt aus China. Das Gehäuse gibt es in zwei Farben, in schwarz und in grau. Passend zum Spectrum +3 wird das GoTek in schwarz verkauft.
Das Herz des Emulators ist ein ARM Cortex-M3 STM32F105RB Microcontroller, der mit 72 MHz getaktet wird. Auf ihm befinden sich sowohl 64kByte RAM als auch ein 128kByte großer Flashspeicher mit der für den Betrieb notwendigen Firmware.
Der Emulator wird über einen vierpolig Anschluss mit Spannung versorg. Mittels Jumper, die auch in einem herkömmlichen Floppylaufwerk zu finden sind, wird das GoTel konfiguriert. Jumper J5, JC und JB sind undokumentiert. Jumper JA legt das Ready-Signal des GoTek auf den Bus. Dieser wird im Spectrum aber nicht benötigt. S0 und S1 selektieren, als welches Drive das GoTek arbeiten soll, also Drive A oder Drive B. Der gesetzte Jumper MO gibt das Motor On Signal, mit dem der Motor des herkömmlichen Diskettenlaufwerks eingeschaltet wird, vom Computer an das Drive weiter. Über den Shugart-Bus, die deFacto Standart-Schnittstelle für Diskettenlaufwerke wird das GoTek angeschlossen.
Im Emulator ist ein Mini-Netzteil verbaut, welches wahrscheinlich aus einem 5V-USB-Netzteil stammt und das Drive mit Strom versorgt. Auf dem dreistellige LED-Display wird der Betriebszustand sowie die Position des Track angezeigt, der gerade gelesen wird. Vorne wird ein USB-Stick eingesteckt, der als Massenspeicher fungiert. Mit den beiden Tasten werden die der Disketten-Images ausgewählt. Insgesamt können 999 Images verwaltet werden.
Die Zugriffsgeschwindigkeit ist nicht größer, als die beim Zugriff auf das 3Zoll-Laufwerk, da das GoTek-Drive ein echtes Diskettenlaufwerk ersetzt.

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Disk-Interface MB02+
Hersteller:   8BC (Czech)
Erscheinungsjahr:  1995
Preis:  200£   bzw. 310 DM
Das MB02 ist primär ein Disketten-Interface für DD und HD-Disketten. DD-Disketten können bis 840kB und HD-Disketten bis 1,8MB formatiert werden. Die Übertragungsraten sind 25kB/sec bzw 50kB/sec. Unterstützt werden bis zu vier Diskettenlaufwerke. Verwendet wird der Floppycontroller WD2787A und ein Z80-DMA-Baustein. Auf dem MB02 befindet sich ein Kempston-kompatibles Joystick-Port, ein Parallel-Port und ein Tape emulation system. Das MB02+ wurde um eine IDE-Schnittstelle erweitert, die wiederum mit einem CF-Interface für CompactFlash-Karten erweitert wurde. Distributor in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern war Sintech.
Dieses MB02+ auf dem Bild ist in ein Gehäuse eingebaut.


D2k11 - divIDE 2k11 - ZX Spectrum CF Interface
Hersteller:   Sinclair Research Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  79.95£
Das divIDE Interface ist ein 16Bit ATA-Bus-Interface für alle Typen des ZX Spectrum einschließlich der bis zum Erscheinungsdatum bekannten Clones. Es können TAP-Files, Z80-Files, SNA-Snapshots und SCR-Screenfiles gelesen werden. Die Ladegeschwindigkeit der Files ist sehr hoch, theoretisch können 218kB/sec erreicht werden, durch die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Spectrum wird dies aber nicht ganz erreicht. In der aktuellen Firmware FATware 0.12 ist das Schreiben auf die CF-Karte noch nicht möglich. Für die nächsten Firmwareversionen ist dies aber geplant.
Das Interface ist Plug-And-Play. Mit dem NMI-Button wird das Menü geöffnet, durch selektieren mit anschließendem Return werden die Files geladen.


Interface 1bis
Entwickler:   Dan Antohi
Erscheinungsjahr:  2002, aktuelle Firmware von 2014
Preis:  28£ bei SellMyRetro
Das Interface 1bis ist ein Interface1-kompatibles Interface. Eine Micro-SD-Card dient als Massenspeicher. Es werden TAP-, Z80- und SCR-Files unterstützt. Auf dem Board befindet sich ein Kempston-kompatibler Joystick-Anschluss. Über eine PS/2-Buchse kann eine PS/2-Tastatur angeschlossen werden. Ein per USB angeschlossener Windows PC kann als Remote-Speicher dienen. Das Interface ist vorbereitet für eine Ethernet-Erweiterung.
Das Interface 1bis bietet einen enormen Umfang an Möglichkeiten, den hier zu beschreiben der Platz nicht ausreicht. Einen sehr guten Überblick bietet die Seite Jungsis Corner.




8-Bit-IDE-Interface
Entwickler:   Pera Putnik und Garry Lancaster
Erscheinungsjahr:  2002, neu designt 2017 von Steve Smith
Preis, stand Oktober 2020, eBay:  Interface 10,69, mit ROMs 20,10
Das 8-Bit-IDE-Interface ist denkbar einfach aufgebaut. Es besteht aus einer Platine, einem Slot-Stecker, einem IC, einem Transistor, einem Widerstand und einer 40-poligen Stiftleiste.
Um das Interface überhaupt verwenden zu können, ist der Austausch der Original-ROMs des ZX Spectrum+3 gegen die überarbeiteten ROMs von Garry Lancaster, die die Bezeichnung +3e tragen, nötig. Das Interface gibt es in zwei Versionen. Die externe Version ist auf den Bildern zu sehen. Eine interne Version wir auf den Z80-IC-Sockel des Spectrum +3 gesteckt, auf die wiederum der Prozessor gesteckt wird. Beide Versionen wurden von Steve Smith geroutet. Die interne IDE-Erweiterung ist auf Jungsis Corner zu sehen.
Das obere der beiden Bilder zeigt das Interface mit einer auf einen IDE-Adapter aufgesteckten CF-Karte. Das zweite Bild zeigt die IDE von hinten. Sie wurde von mir mit einer Busdurchführung ergänzt, sodass weitere Interfaces, wie z.B. das VGA-Joy! angeschlossen werden können.
Um das IDE-Interface zu bedienen muss das Drive formatiert und angemeldet werden. Durch die 8-Bit-Architektur wird allerdings nur die Hälfte des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes genutzt. Ebenso ist es nicht möglich, mehr als zwei Partitionen zu erstellen. Auch ist es nicht möglich ein CD-ROM-Laufwerk anzuschließen.
Das +3e-ROM bietet neben der IDE-Erweiterung eine ganze Anzahl von neuen Befehlen, wie das Erzeugen von mehreren Fenstern und die Möglichkeit, die Zeichengröße in den Fenstern in einem relativ großen Bereich frei zu bestimmen.
In Kombination mit dem IDE-Interface macht das neue +3e-ROM für den Spectrum wirklich Spaß. Auf WordOfSpectrum können sowohl die ROMs als auch das neue Layout der Interfaces herunter geladen werden. Eine deutsche Bedienungsanleitung zu den +3e-ROMs kann bei mir als PDF kostenlos angefordert werden. Email genügt.

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K-Turbo-Mouse-Interface

Erscheinungsjahr:  1984
Entwickler: Velesoft
Produktion und Vertrieb: ByteDelight

Das K-Mouse Turbo 2017-LP-Interface ist der Nachbau und gleichzeitig eine Weiterentwicklung des Kempston-Maus-Interface. Es verfügt über einen PS/2-kompatiblen USB-Port und einen konfigurierbaren Joystick-Port, der sowohl den Atari/Amiga-Joystick als auch das Genesis Gamepad von Sega unterstützt. Das Interface ist vollständig kompatibel mit allen Sinclair ZX Spectrum-Modellen, die da sind: ZXS 16K, ZXS 48K & 48K+, ZXS 128K »Toastrack«, ZXS +2 »grey«, ZXS +2A und +2, die sowieso baugleich sind, sowie ZSX +3. Außerdem ist mindestens der Klone Harlequin 48 verwendbar. Der Harlequin 128 liest die Daten zwar vom Bus, wertet sie aber nicht korrekt aus.
Im Gegensatz zum Original-Interface wird das PS/2-Protokoll unterstützt. Angeschlossen wird die Maus über einen USB-Port. Ein PS/2-Port ist nicht vorhanden, daher muss ein die Maus über einen entsprechenden Adapter angeschlossen werden.
Das Bild zeigt die Version K-Mouse Turbo 2017-LP, die mit den beiden Platinenstreifen nachgerüstet wurden.

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KempAY CPLD Interface

Erscheinungsjahr:  ca. 2020
Entwickler: Unbekannt
Vertrieb: Lotharek's Lair, Sintech Deutschland
Preis: ca. 45 Euro Preisangabe ohne Gewähr! Stand 01.2021

Das KempAY CPLD ist ein AY-Soundchip-Interface, das den ZX Spectrum 48 um die Möglichkeit der Soundausgabe über einen Yamaha Soundchip nachrüstet und den Computer mit zwei Joystick-Ports ergänzt.
Vorneweg: über das Interface KempAY CPLD gibt es kaum Informationen. Das Interface ist ein Modul mit Das Interface wird auf den Edge Connector des Spectrum 48 aufgesteckt. Da es über keinen eigenen Verstärker verfügt, muss es über die 3.5mm-Klinkenbuchse an einen externen Verstärker angeschlossen werden. Der Edge-Connector ist durchgeschleift, sodass andere Erweiterungen aufgesetckt werden.
Das Interface hat drei Anschlüsse. Über eine 3.5mm-Stereo-Klinkenbuchse, der Soundausgang, kann ein Verstärker angeschlossen wird. Neben dem Taster, mit dem unter anderem ein Reset ausgelöst werden kann, befindet sich die beiden Joystick-Ports. Joystick-Port 1 ist umschaltbar in den SINCLAIR2-Modus, der andere Port ist Kempston-kompatibel.
Die Beschreibung ist relativ schecht, obwohl der deutsche Händler sien möglichtses getan hat.
DivMMC Enjoy!
Entwickler:   Ben Versteeg
Erscheinungsjahr:  2017
Preis:  73,99 € bei Sintech Preisangabe ohne Gewähr! Stand 27.05.2019
Das DivMMC EnJOY! ist einfach nur gut! Nachdem ich den Harequin128 aufgebaut hatte, wollte ich ihn ursprünglich mit dem Disciple Floppy-Interface betreiben. Bei einem Besuch bei Sintech hat mir Thomas Eberle das Enjoy! verkauft. Ich habe es nicht sofort ausprobiert, ein anderes Projekt wollte abgeschlossen werden.
Aber dann!
Als Firmware dient ESXDOS, welches FAT und FAT32 unterstützt. Die unterstützten Dateiformate sind TAP, Z80, SNA Snapshot und TDR. Außerdem können sowohl eigene Basic-Programme als auch SNA Snapshots abgespeichert werden. Das Abspeichern von Basic-Programmen findet vom Spectrum aus statt, die SNA über die Oberfläche des Enjoy. Das Enjoy! bietet außerdem noch ein Kempston-kompatibles Joystick-Port, sodass der Spielleidenschaft nichts im Weg steht. Über zwei Tasten kann das Interface bedient werden. Der blaue NMI-Button ruft die Enjoy!-Oberfläche auf, der rote Button löst einen Warmstart bzw. zusammen mit der Space-Taste einen Kaltstart aus. Das DivMMC Enjoy! ist ein tolles Interface. Eine sehr gute Beschreibung ist auf der Seite Jungsis Corner zu finden.


 
 
ZX-VGA-Joy - Videointerface
Entwickler:   Goran Radan, ELMAR Electronics
Erscheinungsjahr:  2019
Preis:  49,99 € bei Sintech Preisangabe ohne Gewähr! Stand 27.05.2019
Das ZX-VGA-Joy ist ein VGA-Interface für den ZX Spectrum. Mit dem ZX-VGA-JOY sind quasi alle Anzeigeprobleme gelöst. Es wird einfach an den Systembus des ZX-Spectrum angeschlossen und mit einem VGA-Monitor verbunden. Das Bild ist hervorragend, wie die beiden Beispiele zeigen.
Mit dem Button Menu/SELECT kann ein Menü zur Einstellung der Auflösung und der Bildwiederhol-Frequenz aufgerufen werden. Die Einstellungen sind vorgegeben und können anschließend abgespeichert werden.
Das ZX-VGA-JOY läuft ohne Probleme mit allen Interfaces des Spectrum, da die Signale mehr oder weniger passiv vom Bus abgegriffen werden und keine Treiber-Software benötigt wird.
Der einzige Nachteil ist, dass der Edge Connector nicht durchgeführt wird, sodass z.B. das DIV-MMX Enjoy! nur über einen Bus-Splitter angeschlossen werden kann.
Die folgernden Bilder zeigen das auf den ZX Spectrum aufgesteckte ZX-VGA-JOY.
Die beiden unteren Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.





ULAPlus - Fotogalerie
ZX-HD - HDMI-Videointerface
Entwickler:   Ben Versteeg & Imre Jakli
Erscheinungsjahr:  2016
Preis:  69 € bei Sintech Preisangabe ohne Gewähr! Stand 27.05.2019
Das ZX-HD-Interface ist ein HDMI-Interface für den ZX Spectrum.
Es ist zu allen original ZX Spectrum-Computern kompatibel und schließt die Clone-Computer, die über einen Edge Connector verfügen, mit ein. In der Bedienungsanleitung zum ZX-HD wird allerdings auf die Inkompatibilität zum Pentagon ZX Spectrum hingewiesen.
Das ZX-HD ist kompatibel zu den meisten Interfaces, da es, ebenso wie das ZX-VGA-Joy keine Treibersoftware im ZX Spectrum installieren muss. Es verfügt über eine doppelte Firmware. Eine auf dem Raspberry Pi, die sich auf einer Mikro-SD-Karte befindet und eine auf dem ZX-HD-Interface. Diese werden im Fall eines Updates auch getrennt aufgespielt.
Das ZX-HD besteht aus drei Komponenten:
  • Dem Bus-Konnektor, auf den das eigentliche Interface aufgesteckt werden muss,
  • dem eigentlichen ZX-HD-Interfaxe und ein
  • Raspberry Pi Zero, der seinerseits auf das ZX-HD-Interface gesteckt werden muss.
  • Nur in dieser Kombination ist das Interface funktionsfähig.
    Der Funktionsumfang ist beeindruckend:
  • einfaches Aufstecken auf den System-Bus des ZX Spectrum
  • Ein absolut klares und gestochen scharfes Bild
  • Unterstützung der ULAplus mit 64 Farben
  • ZX Spectrum 128 Videospeicher wird unterstützt.
  • Synchron zum ULA-Timing (wichtig!), da dadurch Software mit Rand- und Multicolor-Effekten unterstützt werden.
  • Das ZX-DH ist im Wesentlichen ein CPLD, ein Complex Programmable Logic Device, welches die Umwandlung der Bus-Signale des ZX Spectrum durchführt. Diese Informationen werden an den Raspberry Pi weiter gegeben und von diesem in ein HDMI-tauglichen Videosignal umgesetzt. Der Raspberry Pi verfügt über einen Mini-HDMI-Ausgang, weswegen er sich im den Job geradezu gerissen hat.
    Die ULAPlus-Unterstützung ist was Feines. Von sich aus stellt der ZX Spectrum nur acht Farben in zwei Helligkeitsstufen zur Verfügung. Die ULAPlus-Eigenschaften werden vom Raspberry Pi softwaremäßig zur Verfügung gestellt und über die OUT-Befehle vom ZX Spectrum aus angesprochen.
    Im Internet existieren Slide-Shows, die die Farbfähigkeit der ULAPlus demonstrieren.
    In der nebenstehenden Foto-Galerie sind zehn Bildschirmfotos zu sehen, die dies zeigen. Anzumerken ist, dass ich die Bilder verkleinert und geschärft habe.
    Sofern das Interface lieferbar ist, ist es bei SinTech in Cleebronn zu kaufen.

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    Diag Card
    Entwickler:   Dylan Smith, Brendan Alford
    Hersteller:   Byte Delight, Ben Versteeg
    Erscheinungsjahr:  2014
    Preis:  54,47 € bei ByteDelight Preisangabe ohne Gewähr! Stand 07.03.2021
    Die Diag Card erstellt mit Hilfe einer auf der Platine integrierten Software eine Fehlerdiagnose der ZX Spectrum Computer. Sie erkennt automatisch, was für ein Spectrum angeschlossen ist. Wichtig zu wissen ist, dass die Diag Card zumindest soweit von einer funktionierenden Spectrum-Hardware abhängt, als dass sie die Bildschirmausgabe und ein halbwegs funktionierenden Prozessor benötigt, um arbeiten zu können.
    Die Karte startet nach dem Einschalten des Spectrums und stellt verschiedene Test- und Diagnose-Routinen zur Verfügung. Geprüft werden ROM, RAM, ULA, die Interrupts und die Tastatur. Außerdem ist ein Memory Browser integriert, mit dem der Speicherinhalt angezeigt und verändert werden kann.
    Der Klick auf das Bild bietet die Beschreibung in deutsch, der Link führt weiter zu github.   ⇒  ZX Spectrum Diagnostics
    Hier werden die Funktionen genau erklärt, allerdings sollte man der englischen Sprache mächtig sein.
    8255 IO-Port

    Nachbau aus dem Buch
    ZX Spectrum Hardware-Erweiterungen von Data Becker
    Erscheinungsjahr des Buchs:  1984
    Entwickler und Autor: Lothas Schüssler

    Das IO-Port ist ein Nachbau aus dem oben genannten Buch. Es stellt drei bidirektionale 8-Bit-Ports zur Verfügung, die mittels den OUT- und IN-Befehlen des ZX-Basics angesprochen werden. Auf der Platine befindet sich ein Adressdekoder, der die Kollision mit anderen Erweiterungen verhindern soll.
    Speccy-Breadboard - Steckbrett

    Entwicklungsboard für den ZX Spectrum
    Erscheinungsjahr:  2016
    Entwickler: Shaos (?)
    Produktiuon und Vertrieb: Ben Versteeg, ByteDelight

    Das Speccy Breadboard ist ein einfaches Steckfeld für den ZX Spectrum. Es wird auf den Edge Connector aufgesteckt und stellt alle Signale und Busanschlüsse über zwei einreihige Buchsenleisten rechts und links zur Verfügung. Neben den Buchsenleisten sind die Bussignale aufgedruckt, sodass es relativ einfach ist, eine Schaltung aufzustecken und anzuschließen. Das Steckfeld macht es möglich, einfache Erweiterungen für den Spectrum zu entwickeln, ohne eine Schaltung aufwendig zusammenlöten zu müssen. Dem Board ist ein 65-teiliger Kabelsatz beigelegt.
    Fixer-Board

    Entwickler: unbekannt
    Erschienen: unbekannt
    Preis: ca. 20€

    Das Fixer-Board ist eine kleine aber raffinierte Platine, die die Unterschiede des Edge Connector der Computer ZX Spectrum 16/48, dem ZX Spectrum 128 Toastrack und dem ZX Spectrum 2 grey zu den ZX Spectrum +2A & +2B sowie dem Spectrum +3 ausgleicht. Blöderweise änderte Amstrad die Belegung des Edge Connectors der drei letzten Spectrum Computer gegenüber den älteren Versionen, sodass die meisten Erweiterungen wie Interface1 oder Disciple nicht mehr angeschlossen werden können. Das Fixer-Board biegt die Zuordnungen wieder hin. Somit können an den Spectrum +2A, +2B und +3 Zubehörteile wie das Disciple-Interface angeschlossen werden, ohne sie oder den Computer zu beschädigen.



    Bus-Splitter

    Entwickler: unbekannt
    Erschienen: unbekannt
    Preis: ca. 12€

    Den Bus-Splitter gibt es in zwei verschiedenen Versionen. Diese Version, die hier gezeigt weir, hat einen zusätzlichen Erweiterungs-Steckplatz. Die zweiter Version hat zwei Erweiterungssteckplätze.
    Der Edge-Connector wird verlängert und auf den Bus werden ein bzw. zwei zusätzliche Steckplätze aufgelötet.
    Leider ist die Verarbeitung verbesserungswürdig. Ich habe den schief angebrachten zusätzlichen Steckplatz entlötet und und einem Winkel von 90o wieder aufgelötet.




    ZX Spectrum Backplane

    Erschienen:  2017
    Entwickelt von Steve Smith

    Die Backplane-Platine von Steve Smith ist die ultimative Buserweiterung für den ZX Spectrum. Sie stellt sechs(!) Steckplätze für Erweiterungen zur Verfügung. Ich habe das Backplane auf Ebay erstanden und mit den vier fehlenden Edge-Connector-Anschlüssen ausgestattet, da sie leider ohne geliefert wird.
    Die Platine bietet neben den Erweiterungsports auch noch einen Reset-Taster und einen Anschluss für eine externe Stromversorgung, die mit einem DC-CD-Wandler eine Spannung von bis zu 35VDC auf 5V/1A herunter transformiert. Hier muss allerdings zwingend auf die Polung des Hohlsteckers geachtet werden. Ein ZXS-Netzteil kann NICHT angeschlossen werden.
    Natürlich hat die Backplane-Platine auch einen Nachteil, der in der Größe der Platine begründet ist. Durch die Platinenlänge entstehen Signallaufzeiten, die Timingfehler hervorrufen können und von einigen Interfaces nicht toleriert werden. Das äußert sich dadurch, dass der Spectrum instabil läuft und zu Abstürzen neigt.
    Self Made Busverlängerung

    Gebaut:  2016 & 2020
    Zwangsläufiger Eigenentwurf

    Diese Busverlängerungen habe ich mir irgendwann gebaut, weil ich es einfach als lästig empfand, dass sich manche Erweiterungen nicht korrekt und kontaktsicher mit dem Edge Connector der ZX Spectrum Computer verbinden lassen.
    Die Stecker nennen sich Slot-Stecker und sind unter diesem Begriff z.B. bei Reichelt oder elv zu erhalten. Beim Kauf muss auf die Anschlusszahl der Pins und deren Rasterabstand geachtet werden.

    Sinclair QL Zubehör



    QL Backplane mit Busverlängerung
    Hersteller:  unbekannt
    Erscheinungsjahr:  unbekannt

    Das gesamte Backplane besteht aus zwei Platinen und stellt vier zusätzliche Steckplätze zur Verfügung.
    Eine Platine, die Adapterplatine, wird in den QL eingesteckt und trennt des internen Bus über zwei Bustreiber vom Bus des Backplanes. Auf der Adapterplatine sind drei unbestückte Positionen für eine Speichererweiterung vorhanden. Werden sie bestückt, erweitern sie den Speicher um 512kB auf 640kB.
    Das obere Bild zeigt die Adapterplatine mit angesteckter Backplane-Platine.
    Auf dem unteren Bild ist die linke Seite des QL zu sehen, in dessen internen Steckplatz die komplette Backplane eingesteckt ist. Auf das Backplane sind die Trump Card und das QubIDE-Interface aufgesteckt.
    Beide Interfaces binden sich ohne Problme in das System ein und booten nacheinander. Die 512kB des QubIDE werden ausgeblendet oder von der Trump Card überschrieben, sodass dem QL keine 1408 kB zur Verfügung stehen sondern nur die 896kB der Trump Card.





    TRUMP CARD
    Floppy-Interface und Speichererweiterung (Nachbau)

    Hersteller:  MIRACLE SYSTEMS
    Erscheinungsjahr:  1984

    Die Trump Card gibt es in insgesamt fünf Versionen. Die hier vorgestellte Trump Card entspricht der ersten Version.
    Version 1, die TUMP CARD 768K.
    Sie erweitert den Speicher auf insgesamt 896kB und war damit 1985 sensationell. Kein Computer in der Preisklasse des QL verfügte über mehr Speicherplatz. Auf der Trump Card befindet sich ein Standard Floppy-Controller zum Anschluss handelsüblicher Diskettenlaufwerke. Das Firmware-ROM klinkt sich in das QDOS des QL ein und stellt die dazu notwenigen Kommandos zur Verfügung. In der Original-Firmware sind ein RAM-Disk-Treiber, ein dynamischer Druckerpuffer, Grafikroutinen für Superbasic und das ToolKit 2 enthalten. Das hier vorgestellte Interface entspricht der Version 1 der Trump Card.
    Die Versionen 2 und 3, TUMP CARD 512 und TRUMP CARD 256
    Diese Version erweitert den Speicher um 512kB auf insgesamt 640kB bzw. um 256kB auf 384kB. Sie haben ansonsten die gleichen Eigenschaften und dieselbe Ausstattung wie die Trump Card 768.
    Disk Card / TRUMP CARD 0
    Wie der Name schon sagt, wird der Speicher hier nicht erweitert. Ansonsten ist alles identisch mit den anderen TRUMP CARDs.
    TREY CARD
    Die Tray Card benötigt eine Zusatzkarte, die MIRACLE SYSTEMS EXPANDRAM, auf die sie aufgesteckt wird. Sie hat 256kB zusätzliche Speicher und vergrößert auf 384kB. Das MIRACLE SYSTEMS EXPANDRAM seinerseits verfügt über einen Speicher von 512kB, zusammen vergrößern die beiden Interfaces das RAM auf 896kB. Die Daten sind identisch mit denen der Trump Card 1.
    Anzumerken ist, dass dieses Interface nichts mit den abgewählten US-Präsidenten gleichen Namens zu tun hat. Sie war vorher da und hat wesentlich mehr drauf.
    QubIDE-Interface - IDE-Interface (Nachbau)
    Entwickler:  Zeljko Nastasic
    Vertrieb:  Qubbesoft
    Erscheinungsjahr:  ca. 2013

    QubIDE ist eine IDE-Interface den Sinclair QL. Die Hardware wurde ursprünglich von Zeljko Nastasic entworfen und von Qubbesoft 1996 auf den Markt gebracht. Im Web sind allerdings unterschiedliche Entwickler zu finden, sodass nicht ganz klar wird, wer das QubIDE tatsächlich entwickelt hat.
    Das QubIDE-Interface stellt dem Sinclair QL eine IDE-Schnittstelle zur Verfügung und erweitert den Speicher auf 512kB. Das hier gezeigte Interface wurde mit einem 128MB-DiskOn-Modul, der DOM-Card, ausgeliefert. Die DOM-Card ist eine Speicherkarte ähnlich einer CF-Carte und wird auf den IDE-Anschluss aufgesteckt.
    Detaillierte Informationen sind auf Jungsis Corner, zu finden, der auch den Umgang mit der DOM-Card und der Windows-Software erklärt, mit der QL-Files auf den QL übertragen werden können.


    512kB-Speichererweiterung
    Hersteller:  MIRACLE SYSTEMS
    Erscheinungsjahr:  1985
    Preis:  £125

    Das 512K EXPANDRAM ist eine Speichererweiterung von Miracle Systems und wurde 1985 auf den Markt gebracht. Die Platine ist mit sechzehn 256Kilobit dynamischen Rams bestückt und erweitert den Speicher des Sinclair QL von 128kByte auf 640kByte. Es wird seitlich in den QL eingeschoben und verfügt über einen durchgeführten Systembus, der es gestattet, weiter Erweiterungen anzuschließen.
    Zum Lieferumfang gehört eine Kunststoffplatte, die unten in das offene Gehäuse eingelegt oder eingeschoben wird. Diese Konstruktion fordert das Basteltalent der User heraus, da es sich weder einschieben lässt noch sonst irgendwie hält. Sie soll einen Kurzschluss verhindern - sofern es gelingt, sie zu befestigen.

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    Minerva Upgrade - Deutsche Version
    Entwickler:  Laurence Reeves
    Vertrieb:  QView, International MegaCorperation
    Erscheinungsjahr:  Aktuelle Version 1.98 2003

    Minerva wurde von Laurence Reeves in England geschrieben und ist eine Neuimplementierung von Sinclair QDOS, dem ursprünglichen Betriebssystem des Sinclair QL.
    Minerva enthält viele Fehlerkorrekturen und Erweiterungen sowohl von QDOS als auch der Programmiersprache SuperBASIC.
    Die aktuelle Version ist V1.98 und läuft unter der GNU Lizenz.
    Diese Minerva-Version wird als ROM-Chip auf einem Tochterboard vertrieben, welches die ursprünglichen ROM-Chips des QLs ersetzt.
    Wann Minerva programmiert wurde, habe ich nicht schlüssig herausgefunden. Die letzte Version wurde laut Dilwyn Jones am 10.05.2003 ins Netz gestellt. Die Infos zu Minerva werden sukzessive ergänzt, je nachdem wie weit ich mit Minerva und dem QL komme.

    Links:
    Dilwyn Jones Sinclair QL Pages
    Elmars Virtuelles Computer Museum
    Sinclair QLnet



    Centronics Printer Interface
    Hersteller:   Miracle Systems
    Erscheinungsjahr:  1984

    Das Drucker-Interface von Miracle Systems wird an die RS232-Schnittstellen SER1 oder SER2 angeschlossen und wandelte die serielle Druckausgabe dieser Anschlüssen in eine für einen Paralleldrucker geeignete Form um.
    Das Interface wird aus der RS232 über ein drei Meter langes Kabel mit Strom versorgt. In einem schwarzen Gehäuse mit metalisiertem Aufkleber oben und dem Centronics-Anschluss an der schmalen Seite befindet sich der eigenliche Seriell-Parallel-Wandler. Der Centronics-Anschluss wird mit dem Matrix-Drucker verbunden, sodass das Gehäuse vom Drucker absteht.
    In der Box sind außer zwei Logik-ICs, zwei 555-Timer, einigen Kondensatoren und ein paar Widerständen nicht viel zu finden. Das Interface ist komplett diskret aufgebaut und kann mit etwas Geduld relativ leicht nachgebaut werden. Die Logik und die Timer wurden in der dritten und letzten Version in ein PIC gepackt, sodass die Box mit der Elektronik weggefallen ist.
    Es gibt insgesamt drei Versionen des Interfaces:
    Die erste Version befindet sich ein einer seperaten Box mit einem Centronics-Kabel am Ausgang und einem Seriell-Kabel am Eingang. Die zweite Version ist die hier vorgestellte. Die dritte Version ist so stark miniaturisiert, dass die gesamte Elektronik in einen Centronics-Stecker passt.
    Weitere Informationen sind im Sinclair QL Wiki zu finden.