INTERFACES UND  ZUBEHÖR FÜR SINCLAIR COMPUTER

ZX 81 Zubehör
Aussatz-Tastatur
Hersteller:  unbekannt
Erscheinungsjahr:  ca.1982

Die Tastatur wurde auf die Folientastatur aufgeklebt. Die Tasten sind aus Gummi, ähnlich wie die des ZX Spectrum. Auf der Rückseite befinden sich Noppen, die beim Drücken der Tastem auf die Folientastatur drücken betätigen. Sie ist nicht wirklich gut zu bedienen, aber doch bedeutend besser als die Folientastatur.
Selfmade-Ersatz-Tastatur
Hersteller:  Joachim Geupel
Erscheinungsjahr:  2017

Für den ZX81 benötigte ich irgendwann schnell eine kostengünstige Tastatur. Da das Tastaturschema und das Layout bekannt waren, habe ich mir aus vorhandenen Tasten selbst eine gebaut. Die Ausführung ist frei verdrahtet, die Folientastatur-Verbinder auf der ZX81-Platinewurden durch Sockelleisten ersetzt. Die Beschriftung ist mit Paint entworfen und wurde auf einem Farb-Laserdrucker ausgedruckt. Zum Schutz gegen Abrieb wurden die Aufkleber vor dem Aufbringen mit Foie bezogen. Die Tastatur lässt sich sehr gut bedienen.
Speichererweiterung 16kB
Hersteller:   audio computers
Erscheinungsjahr:  ca. 1982

Infos über das SPECIAL RAMPACK von audio computers sind nur schwer zu finden. Es gibt einige Anleitungen, die letztendlich aber auf die selbe Quelle zurück zu verfolgen sind. Das Rampack wird auf den Edge-Connector des ZX81 gesteckt und erweitert den Speicher des ZX81 auf 16kB. Intern sind acht RAMs vom Typ 4116 plus ein paar TTL-Logik-Bausteine zum Dekodieren verbaut. Es funktioniert - was will man mehr.
Speichererweiterung 32kB
Hersteller:   Memotech
Erscheinungsjahr:  1982

Das MEMOPACK 32KB ist eine solide aufgebaute Speicherweweiterung. Die Speichererweiterungen gab es in Abstufungen 16kB, 32kB und 64kB. Das Gehäuse besteht aus schwarz eloxiertem Aluminium und ist sehr stabil. Das Rampack wird auf den Edge-Connector des ZX81 aufgesteckt und erweitert den Speicher auf 32kB.

ZX Spectrum Zubehör
Alphacom32 Thermodrucker
Hersteller:    Dean Electronics Ltd
Erscheinungsjahr:  1982
Preis:  zwischen 55£ und 100£

Der Alphacom32 ist ein Thermodrucker von Dean Electronics Ltd aus England. Er ist kompatibel zum ZX-Printer, druck aber satt auf metallisiertes Papier auf Thermopapier. Er kann sowohl am ZX81 als auch am ZX Spectrum48 angeschlossen werden. Die Stromaufnahme ist enorm groß, sodass er ein kräftiges Netzteil benötigt. Die Druckqualität ist ausreichend, er eignet sich dazu, Listings und Grafiken auszudrucken. Bewerbungsunterlagen sollte man damit aber nicht erstellen.

Sweet Talker Audio Demo
Cheetah Sweet Talker
Hersteller:    Cheetah Marketing Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  34.95£, später 24.95£

Make your Spectrum talk! Im Sound der 80er, als Roboter noch wie Roboter klangen, verlieh der Sweet Talker dem ZX Spectrum eine Stimme. Die Sprachsynthese basiert auf einem SP0256-Chip von Archer mit nachfolgendem Verstärker und Lautsprecher, sodass sich der Spectrum recht lautstark zu Wort melden kann. Das Modul wird auf den Edge-Connector aufgesteckt. Über eine Liste von einzelnen Silben und Lauten, den Allophonen, die als DATA-Anweisungen ausgegeben werden, werden die Worte und Sätze erzeugt. Das Paket enthielt ein Demoprogramm, das den User begrüßt und kurze Anweisungen erteilt.





Kempston Centronics Interface S
Hersteller:    Kempston Micro Electronics Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  39.99£

Das Kempston Centronics Interface S dient eigentlich dazu, dem ZX Spectrum 48 eine Centronics-kompatible Druckerschnittstelle zu verpassen. Tatsächlich ist das Interface aber ein I/O-Port mit einem 8255-PIO. Wer also ein I/O-Port haben will, ohne es selbst zu bauen, ist mit diesem Interface bestens bedient.
Zum Interface gab es eine Treibersoftware in zwei Ausführungen: eine Version für 16kB und eine für 48kB. Die Software musste zuvor eingeladen werden, bevor überhaupt ans Ausdrucken gedacht werden konnte. Die Bedienung ist einigermaßen kompliziert. Für TasWord müssen z.B. erst einmal umfangreich Daten gepoket werden, um eine korrekte Ansteuerung des Druckers zu erhalten.
Die bessere Wahl als Centronics-Schnittstelle ist mit Sicherheit das Kempston E Interface, dass die Software on board hat und somit keinen Speicherplatz mehr im Spectrum belegt.
Joystick-Interface
Hersteller:    Unbekannt
Erscheinungsjahr:  unbekannt
Preis:  unbekannt

Das Joystick-Interface ist ein unauffälliges Teil, das auf den Edge-Connektor aufgesteckt wird. Es ist Kempston-kompatibel und hat keinerlei Hinweise, die auf den Hersteller hinweisen. Auf der Platine ist »ZX82«, zu finden, was aber nichts aussagt. Das Interface funktioniert.



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Disciple Disketten-Interface
Hersteller:    Rockford Products
Erscheinungsjahr:  1987
Preis:  89.95£, später 84.75£

An das DISCiPLE-Floppy-Interface können zwei Diskettenlaufwerke angeschlossen werden. Das DISCiPLE ist kompatibel mit jedem Standard-Laufwerk, einseitig und zweiseitig, single- und double density. Mit einer Snapshot-Taste kann der gesamte Speicherinhalt des Spectrum auf Diskette gespeichert werden. Es hat eine Centronics-kompatible Druckerschnittstelle, Dual Joystick Ports (Sinclair&Kempston) und verfügt über eine ZX Spectrum-kompatible Netzwerkfunktion, sodass das DISCiPLE als Dateiserver für bis zu 64 weitere Spectrums dienen kann. Das DISCiPlE läuft mit dem GDOS-Betriebssystem. Zum Interface wurde die Treibersoftware auf Kassette mitgeliefert.




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Sinclair Interface 1
Hersteller:   Sinclair Research Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  79.95£
Das Interface 1 erweiter den Spectrum um drei zusätzlichen Schnittstellen. Primär stellt das IF1 mit dem Anschluss für das Microdrive einen schnellen Massenspeicher dar, der ca. 100kB groß ist. Außerdem verfügt das Interface 1 über eine serielle Schnittstelle, einer etwas abweichenden RS232, die dem Spectrum den Kontakt mit der Außenwelt ermöglicht. Die beiden 3mm-Klinkenbuchsen sind der Anschluss zum ZX-Netzwerk. Über diese Buchsen können bis zu 64 Spectrum mit IF1 oder Sinclair QL verbunden werden. Die Übertragunggeschwindigkeit ist erstaunliche 100 KBaud groß.
Im Interface 1 befindet sich ein 8kB großes ROM, das sowohl das MDOS als auch die Schnittstellenroutinen enthält. Werden die zusätzlichen Befehle eingegeben, prüft der Spectrum erst, ob die Eingabe im normalen Basic gültig ist. Tritt ein Fehler auf, wird in der Firmware des Interface 1 nachgesehen. Ist der Befehl enthalten, wird er ausgeführt, andernfalls wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
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Disk-Interface MB02+
Hersteller:   8BC (Czech)
Erscheinungsjahr:  1995
Preis:  200£   bzw. 310 DM
Das MB02 ist primär ein Disketten-Interface für DD und HD-Disketten. DD-Disketten können bis 840kB und HD-Disketten bis 1,8MB formatiert werden. Die Übertragungsraten sind 25kB/sec bzw 50kB/sec. Unterstützt werden bis zu vier Diskettenlaufwerke. Verwendet wird der Floppycontroller WD2787A und ein Z80-DMA-Baustein. Auf dem MB02 befindet sich ein Kempston-kompatibles Joystick-Port, ein Parallet-Port und ein Tape emulation system. Das MB02+ wurde um eine IDE-Schnittstelle erweitert, die wiederum mit einem CF-Interface für CompactFlash-Karten erweitert wurde. Distributor in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern war Sintech.
Dieses MB02+ auf dem Bild ist in ein Gehäuse eingebaut.


D2k11 - divIDE 2k11 - ZX Spectrum CF Interface
Hersteller:   Sinclair Research Ltd
Erscheinungsjahr:  1983
Preis:  79.95£
Das divIDE Interface ist ein 16Bit ATA-Bus-Interface für alle Typen des ZX Spectrum einschließlich der bis zum Erscheinungsdatum bekannten Clones. Es können TAP-Files, Z80-Files, SNA-Snapshots und SCR-Screenfiles gelesen werden. Die Ladegeschwindigkeit der Files ist sehr hoch, theoretisch können 218kB/sec erreicht werden, durch die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Spectrum wird dies aber nicht ganz erreicht. In der aktuellen Firmware FATware 0.12 ist das Schreiben auf die CF-Karte noch nicht möglich. Für die nächsten Firmwareversionen ist dies aber geplant.
Das Interface ist Plug-And-Play. Mit dem NMI-Button wird das Menü geöffnet, durch selektieren mit anschließendem Return werden die Files geladen.


Interface 1bis
Entwickler:   Dan Antohi
Erscheinungsjahr:  2002, aktuelle Firmware von 2014
Preis:  28£ bei SellMyRetro
Das Interface 1bis ist ein Interface1-kompatibles Interface. Eine Micro-SD-Card dient als Massenspeicher. Es werden TAP-, Z80- und SCR-Files unterstützt. Auf dem Board befindet sich ein Kempston kompatiber Joystick-Anschluss. Über eine PS/2-Buchse kann eine PS/2-Tastatur angeschlossen werden. Ein per USB angeschlossener Windows PC kann als Remote-Speicher dienen. Das Interface ist vorbereitet für eine Ethernet-Erweiterung.
Das Interface 1bis bietet einen enormen Umfang an Möglichkeiten, den hier zu beschreiben der Platz nicht ausreicht. Ein sehr guten Überblick bietet die Seite Jungsis Corner.
DivMMC Enjoy!
Entwickler:   Ben Versteeg
Erscheinungsjahr:  2017
Preis:  70 € bei Sintech
Das DivMMC EnJOY! ist einfach nur gut! Nachdem ich den Harequin128 aufgebaut hatte, wollte ich ihn ursprünglich mit dem Disciple Floppy-Interface betreiben. Bei einem Besuch bei Sintech hat mir Thomas das Enjoy! verkauft. Ich habe es nicht sofort ausprobiert, ein anderes Projekt wollte abgeschlossen werden. Aber dann!
Als Firmware dient ESXDOS, welches FAT und FAT32 unterstützt. Die unterstützten Dateiformate sind TAP, Z80, SNA Snapshot und TDR. Außerdem können sowohl eigene Basic-Programme als auch SNA Snapshots abgespeichert werden. Das Abspeichern von Basic-Programmen findet vom Spectrum aus statt, die SNA über die Oberfläche des Enjoy. Das Enjoy! bietet außerdem noch ein Kempston-kompatibles Joystick-Port, sodass der Spielleidenschaft nichts im Weg steht. Über zwei Tasten kann das Interface bedient werden. Der blaue NMI-Button ruft die Enjoy!-Oberfläche auf, der rote Button löst einen Warmstart bzw. zusammen mit der Space-Taste einen Kaltstart aus. Das DivMMC Enjoy! ist ein tolles Interface. Eine sehr guten Beschreibung ist auf der Seite Jungsis Corner zu finden.
8255 IO-Port

Nachbau aus dem Buch
ZX Spectrum Hardware-Erweiterungen von Data Becker
Erscheinungsjahr des Buchs:  1984
Entwickler und Autor: Lothas Schüssler

Das IO-Port ist ein Nachbau aus dem oben genannten Buch. Es stellt drei bidirektionale 8-Bit-Ports zur Verfügung, die mittels den OUT- und IN-Befehlen des ZX-Basics angesprochen werden. Auf der Platine befindet sich ein Adressdekoder, der die Kollision mit anderen Erweiterungen verhintern soll.
Fixer-Board

Entwickler: unbekannt
Erschienen: unbekannt
Preis: ca. 20€

Das Fixer-Board ist eine kleine aber raffinierte Platine, die die Unterschiede des Edge Connector der einzelnen ZX Spectrum Computer ausgleicht. Somit können an den Spectrum +2A und +3 Zubehörteile wie das Disciple-Interface betrieben werden.
Self Made Busverlängerung

Gebaut:  2016
Zwangsläufiger Eigenentwurf

Diese Busverlängerung habe ich mir irgendwann im letzten Quartal 2016 gebaut, weil ich es einfach als lästig empfand, das sich manche Erweiterungen nicht korrekt und kontaktsicher mit dem Edge Connector des Spectrum verbinden liesen.
Die Stecker nennen sich Slot-Stecker und sind unter diesem Begriff z.B. bei Reichelt oder elv zu erhalten. Beim Kauf muss auf die Anschlusszahl der Pins und deren Rasterabstand geachtet werden.